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Endometriose: Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

10 Min. LesezeitMedizinisch geprüftGeschrieben von Anna Sipilä

Wichtigste Punkte

  • Endometriose ist eine chronische, gutartige gynäkologische Erkrankung, bei der gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst.
  • Typische Symptome sind starke Regelschmerzen, Schmerzen beim Sex, beim Stuhlgang oder Wasserlassen sowie ein aufgeblähter Bauch.
  • Die Schmerzstärke sagt nicht zuverlässig aus, wie ausgeprägt die Erkrankung ist – kleine Herde können starke Schmerzen verursachen.
  • Die Behandlung ist individuell und kann Schmerzmittel, hormonelle Therapie, Beckenbodenphysiotherapie und in bestimmten Fällen eine Operation umfassen.
  • Suche ärztliche Hilfe, wenn Regelschmerzen wiederholt den Alltag einschränken, nach der Periode anhalten oder mit Schmerzen beim Sex, Stuhlgang oder Wasserlassen einhergehen.
Endometriose: Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung
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Endometriose ist eine häufige, chronische gynäkologische Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst. Diese Herde können Schmerzen, Entzündungen, Verwachsungen und manchmal auch Schwierigkeiten beim Schwangerwerden verursachen. Viele Betroffene erleben lange Zeit Beschwerden, bevor die Ursache erkannt wird, weil Regelschmerzen oft verharmlost werden. Starke, wiederkehrende oder alltagsbegrenzende Schmerzen sollten jedoch ernst genommen und medizinisch abgeklärt werden.

Was ist Endometriose?

Bei Endometriose befindet sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe an Stellen, an denen es normalerweise nicht hingehört. Häufige Orte sind das Bauchfell im kleinen Becken, die Eierstöcke, Eileiter, der Bereich zwischen Scheide und Enddarm sowie manchmal Darm oder Blase. An den Eierstöcken können sogenannte Endometriome entstehen, also zystenartige Veränderungen, die altes Blut enthalten können.

Die Herde reagieren häufig auf hormonelle Veränderungen im Zyklus. Dadurch können sich Entzündungsreaktionen, Reizungen und Schmerzen entwickeln. Die Stärke der Beschwerden sagt allerdings nicht zuverlässig aus, wie ausgeprägt die Erkrankung ist: Kleine Herde können starke Schmerzen verursachen, während größere Veränderungen manchmal lange kaum auffallen.

Medizinisch wird oft zwischen oberflächlicher Endometriose, Endometriomen der Eierstöcke und tiefer Endometriose unterschieden. Diese Einteilung ist wichtig, weil sich Symptome, Untersuchungen und Behandlung je nach Form unterscheiden können.

Typische Endometriose Symptome

Endometriose Symptome können sehr unterschiedlich sein. Manche Betroffene haben vor allem starke Regelschmerzen, andere leiden zusätzlich unter Beschwerden beim Stuhlgang, beim Wasserlassen, beim Sex oder unter Schmerzen außerhalb der Periode. Auch ein aufgeblähter Bauch, Rückenschmerzen, Erschöpfung oder Zyklusstörungen können vorkommen.

Typisch ist, dass die Schmerzen zyklisch auftreten oder sich rund um die Monatsblutung verstärken. Bei ausgeprägteren Formen können die Beschwerden aber auch unabhängig vom Zyklus bestehen. Häufig beschriebene Anzeichen sind:

  • starke Unterbauchschmerzen vor oder während der Periode
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, besonders tief im Becken
  • Schmerzen beim Stuhlgang oder Wasserlassen
  • Rücken- oder Beinschmerzen im Zusammenhang mit dem Zyklus
  • Zwischenblutungen oder Schmierblutungen
  • Verdauungsbeschwerden, Blähbauch, Durchfall oder Verstopfung
  • unerfüllter Kinderwunsch

Nicht jedes dieser Symptome bedeutet automatisch Endometriose. Ähnliche Beschwerden können auch durch Myome, Adenomyose, Reizdarm, Harnwegsprobleme, Entzündungen oder andere gynäkologische Ursachen entstehen. Entscheidend ist deshalb eine sorgfältige ärztliche Einordnung.

Warum Endometriose Schmerzen verursachen kann

Die Schmerzen entstehen nicht nur dadurch, dass Gewebe an ungewöhnlichen Stellen wächst. Wichtiger sind Entzündungsreaktionen, Reizungen von Nerven, Verwachsungen und die Lage der Herde. Wenn Veränderungen zum Beispiel in der Nähe von Darm, Blase oder dem Bereich hinter der Gebärmutter liegen, können Stuhlgang, Wasserlassen oder Geschlechtsverkehr besonders schmerzhaft sein.

Viele Betroffene berichten auch über Schmerzen beim Eisprung. Das kann mit der hormonellen Aktivität des Zyklus, Reizungen im kleinen Becken oder begleitenden Eierstockveränderungen zusammenhängen. Solche Beschwerden sollten vor allem dann abgeklärt werden, wenn sie wiederholt auftreten, stärker werden oder den Alltag deutlich einschränken.

Ein wichtiger Punkt: Schmerzen können sich verselbstständigen. Wenn starke Schmerzen über längere Zeit bestehen, kann das Nervensystem empfindlicher reagieren. Deshalb ist es sinnvoll, Beschwerden frühzeitig ernst zu nehmen, statt über Monate oder Jahre nur auszuhalten.

Ursache von Endometriose: Was weiß man darüber?

Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich entsteht die Erkrankung durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Eine mögliche Erklärung ist, dass während der Menstruation Schleimhautzellen über die Eileiter in die Bauchhöhle gelangen und sich dort ansiedeln. Dieser Mechanismus allein erklärt jedoch nicht, warum manche Menschen erkranken und andere nicht.

Eine Rolle spielen vermutlich hormonelle Einflüsse, Entzündungsprozesse, das Immunsystem und genetische Faktoren. Endometriose kann familiär gehäuft vorkommen. Wenn nahe Verwandte betroffen sind, kann das eigene Risiko erhöht sein, ohne dass die Erkrankung sicher vererbt wird.

Wichtig ist: Betroffene haben die Erkrankung nicht selbst verursacht. Ernährung, Stress oder Lebensstil können Beschwerden beeinflussen, gelten aber nicht als alleinige Ursache. Ein gesunder Alltag kann die Behandlung unterstützen, ersetzt aber keine medizinische Abklärung, wenn deutliche Symptome bestehen.

Endometriose und Adenomyose: Wo liegt der Unterschied?

Endometriose und Adenomyose werden manchmal miteinander verwechselt, weil beide mit starken Regelschmerzen und Blutungsbeschwerden verbunden sein können. Bei Adenomyose wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe in die Muskelwand der Gebärmutter ein. Bei Endometriose liegt ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter.

Beide Erkrankungen können gleichzeitig vorkommen. Das kann die Diagnose erschweren, weil sich die Beschwerden überschneiden. Für Betroffene ist weniger der Begriff entscheidend als die Frage, welche Ursache zu den Schmerzen passt und welche Behandlung realistisch helfen kann.

Wie wird Endometriose diagnostiziert?

Die Endometriose Diagnose beginnt meist mit einem ausführlichen Gespräch. Dabei fragt die Ärztin oder der Arzt nach dem Zyklus, der Art der Schmerzen, dem Zeitpunkt der Beschwerden, Blutungen, Verdauungs- und Harnwegssymptomen, Sexualschmerzen, bisherigen Behandlungen und Kinderwunsch.

Danach kann eine gynäkologische Untersuchung folgen. Manchmal zeigen sich Druckschmerzen, tastbare Verhärtungen oder Hinweise auf eine Eierstockzyste. Eine unauffällige Untersuchung schließt die Erkrankung jedoch nicht aus, besonders bei oberflächlichen Herden.

Ultraschall kann Endometriome an den Eierstöcken gut sichtbar machen. Bei Verdacht auf tiefe Veränderungen kann eine MRT-Untersuchung sinnvoll sein. Eine Bauchspiegelung kann Herde direkt sichtbar machen und gleichzeitig eine Behandlung ermöglichen. Sie wird heute jedoch nicht mehr automatisch nur zur Bestätigung eingesetzt, wenn Symptome und Befunde bereits eine wahrscheinliche Diagnose erlauben und zunächst eine medikamentöse Behandlung versucht werden kann.

Gibt es einen Endometriose Test?

Einen einfachen Endometriose Test, der die Erkrankung sicher zu Hause nachweist, gibt es nicht. Fragebögen oder Symptom-Checks können helfen, Beschwerden besser einzuordnen und das Arztgespräch vorzubereiten. Sie ersetzen aber keine Diagnose.

Blutwerte sind für die sichere Feststellung meist nicht ausreichend. Auch Speicheltests oder Selbsttests sollten vorsichtig bewertet werden, solange sie keine etablierte medizinische Diagnostik ersetzen. Wenn Beschwerden typisch sind, ist eine strukturierte ärztliche Abklärung der sinnvollste Weg.

Hilfreich ist ein Schmerztagebuch. Darin können Betroffene notieren, wann Schmerzen auftreten, wie stark sie sind, ob sie mit Blutung, Eisprung, Stuhlgang, Wasserlassen oder Sex zusammenhängen und welche Medikamente helfen. Solche Informationen machen die Diagnostik oft deutlich zielgerichteter.

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Endometriose Behandlung: Welche Möglichkeiten gibt es?

Die Endometriose Behandlung richtet sich nach Beschwerden, Alter, Kinderwunsch, Befunden und bisherigen Therapien. Ziel ist nicht immer, jede sichtbare Veränderung zu entfernen. Wichtiger ist, Schmerzen zu lindern, Lebensqualität zu verbessern, Organe zu schützen und bei Kinderwunsch passend zu planen.

Bei Schmerzen können entzündungshemmende Schmerzmittel eingesetzt werden, sofern sie individuell geeignet sind. Sie sollten nicht dauerhaft ohne ärztliche Rücksprache genommen werden, vor allem bei Magenproblemen, Nierenerkrankungen, Blutgerinnungsrisiken oder Kinderwunsch.

Hormonelle Behandlungen sollen die zyklische Aktivität der Herde bremsen. Dazu können kombinierte hormonelle Verhütungsmittel, Gestagenpräparate, eine Hormonspirale oder in bestimmten Situationen andere hormonelle Therapien gehören. Häufig wird versucht, Blutungen zu reduzieren oder zeitweise zu unterdrücken, weil das Schmerzen lindern kann.

Eine Operation kann sinnvoll sein, wenn Medikamente nicht ausreichend helfen, wenn große Endometriome bestehen, wenn tiefe Herde Organe betreffen oder wenn die Beschwerden stark sind. Meist erfolgt eine Bauchspiegelung, bei der Herde entfernt oder behandelt werden können. Bei sehr komplexen Fällen muss der Eingriff sorgfältig geplant werden, besonders wenn Darm, Blase oder Harnleiter beteiligt sein könnten.

Medikamente, Dienogest und neue Behandlungsansätze

Zu den häufig verwendeten hormonellen Medikamenten gehören Gestagene wie Dienogest. Sie können Schmerzen reduzieren, indem sie die Aktivität der Herde bremsen und Blutungen beeinflussen. Ob ein bestimmtes Medikament geeignet ist, hängt von Vorerkrankungen, Nebenwirkungen, Kinderwunsch, Thromboserisiko, Migräne, Blutungsmuster und persönlichen Präferenzen ab.

Immer wieder wird über neue Medikamente gegen Endometriose gesprochen. Tatsächlich entwickeln sich Behandlungsmöglichkeiten weiter, besonders im Bereich hormoneller Steuerung und Schmerztherapie. Trotzdem gibt es nicht das eine neue Mittel, das für alle Betroffenen passt oder die Erkrankung endgültig heilt. Eine gute Therapie ist meist individuell und kann sich im Verlauf ändern.

Neben Medikamenten können Physiotherapie, Beckenbodentherapie, Schmerzmedizin, psychologische Unterstützung und Ernährungsberatung hilfreich sein. Diese Maßnahmen sind keine „Alternative“ zur medizinischen Behandlung, sondern können sie sinnvoll ergänzen.

Endometriose OP: Wann kommt eine Operation infrage?

Eine Endometriose Operation wird vor allem erwogen, wenn starke Beschwerden trotz Behandlung bestehen, wenn Endometriome größer werden, wenn tiefe Herde Darm oder Blase betreffen oder wenn die Diagnose trotz Untersuchungen unklar bleibt. Auch bei Kinderwunsch kann eine Operation in bestimmten Situationen eine Rolle spielen, wird aber sorgfältig gegen mögliche Risiken abgewogen.

Die Bauchspiegelung ist ein häufiges Verfahren, weil sie weniger belastend ist als ein großer Bauchschnitt. Dabei können Herde entfernt, Verwachsungen gelöst und Zysten behandelt werden. Dennoch ist eine OP kein kleiner Schritt. Es können Komplikationen auftreten, und die Erkrankung kann wiederkommen.

Die Entfernung der Gebärmutter ist nur in ausgewählten schweren Situationen ein Thema und bedeutet nicht automatisch, dass alle Beschwerden verschwinden. Wenn Eierstöcke erhalten bleiben oder Herde außerhalb der Gebärmutter bestehen, können Symptome weiter auftreten. Eine solche Entscheidung sollte deshalb gründlich besprochen werden.

Endometriose am Darm, an der Blase oder im Bauch

Wenn Herde nahe am Darm liegen, können Schmerzen beim Stuhlgang, Durchfall, Verstopfung, Blähbauch oder das Gefühl eines „Endometriose Bauchs“ auftreten. Bei Beteiligung der Blase können Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang oder zyklische Beschwerden vorkommen. Blut im Urin oder Stuhl sollte immer ärztlich abgeklärt werden.

Rektovaginale Endometriose, also tiefe Herde zwischen Scheide und Enddarm, kann besonders belastende Schmerzen beim Sex und beim Stuhlgang verursachen. Solche Beschwerden brauchen eine genaue Untersuchung und oft eine spezialisierte Behandlungsplanung.

Bauchbilder oder schematische Darstellungen können helfen, die Lage der Herde zu verstehen. Sie können aber nicht zeigen, wie sich die Erkrankung individuell anfühlt. Für die persönliche Entscheidung zählen Beschwerden, Untersuchung, Bildgebung und der Behandlungswunsch.

Ernährung, Alltag und Selbstfürsorge

Ernährung kann Endometriose nicht heilen. Manche Betroffene merken jedoch, dass bestimmte Gewohnheiten ihre Beschwerden beeinflussen. Ein regelmäßiger Alltag, ausreichend Schlaf, sanfte Bewegung und eine entzündungsarme, ausgewogene Ernährung können den Körper unterstützen.

Praktisch hilfreich sind oft Wärme, leichte Bewegung, Entspannungsübungen, Beckenbodenarbeit und eine gute Planung für schmerzhafte Zyklustage. Bei Verdauungsbeschwerden kann es sinnvoll sein, Zusammenhänge mit Mahlzeiten zu beobachten, ohne sich unnötig streng einzuschränken.

Nahrungsergänzungsmittel oder spezielle Diäten sollten kritisch betrachtet werden. Wenn eine Ernährungsumstellung sehr einseitig wird oder Angst vor Essen entsteht, ist fachliche Beratung sinnvoll. Ziel ist Entlastung, nicht zusätzlicher Druck.

Endometriose, Fruchtbarkeit und Kinderwunsch

Endometriose kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, muss es aber nicht. Manche Betroffene werden ohne Schwierigkeiten schwanger, andere brauchen Unterstützung. Mögliche Gründe sind Entzündungen, Verwachsungen, Veränderungen an den Eierstöcken oder Eileitern sowie Auswirkungen auf die Eizellqualität.

Bei Kinderwunsch ist es wichtig, die Behandlung anders zu planen als bei reiner Schmerztherapie. Hormonelle Medikamente können Schmerzen lindern, verhindern während der Anwendung aber meist eine Schwangerschaft. Deshalb sollte früh besprochen werden, welches Ziel gerade im Vordergrund steht: Schmerzreduktion, Zykluskontrolle, Operationsplanung oder Unterstützung beim Schwangerwerden.

Wenn eine Schwangerschaft länger ausbleibt oder starke Schmerzen bestehen, sollte nicht zu lange gewartet werden. Eine frühzeitige Abklärung kann helfen, unnötige Zeit zu verlieren.

Endometriose Lebenserwartung und Lebensqualität

Endometriose verkürzt in der Regel nicht die Lebenserwartung. Das bedeutet aber nicht, dass sie harmlos ist. Für viele Betroffene beeinflusst sie Arbeit, Beziehungen, Sexualität, Bewegung, Stimmung und das Gefühl, dem eigenen Körper vertrauen zu können.

Eine gute Behandlung nimmt deshalb nicht nur Befunde ernst, sondern auch den Alltag. Es geht darum, Schmerzen zu reduzieren, Unsicherheit zu verringern und einen realistischen Plan zu finden. Manchmal braucht es dafür mehrere Bausteine: Medikamente, Physiotherapie, Schmerzkonzept, Operation, Unterstützung bei Kinderwunsch oder psychosoziale Hilfe.

Wann sollte man ärztliche Hilfe suchen?

Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn Regelschmerzen regelmäßig so stark sind, dass Alltag, Arbeit, Studium oder Schlaf beeinträchtigt werden. Auch Schmerzen beim Sex, beim Stuhlgang oder Wasserlassen sollten ernst genommen werden, besonders wenn sie wiederkehren oder zyklusabhängig sind.

Zeitnah sollte medizinische Hilfe gesucht werden bei plötzlich sehr starken Schmerzen, Fieber, Kreislaufproblemen, Verdacht auf Schwangerschaftskomplikationen, Blut im Urin oder Stuhl, ungewöhnlich starken Blutungen oder Schmerzen, die deutlich anders sind als sonst.

Auch wenn Schmerzmittel kaum helfen oder immer häufiger benötigt werden, ist eine ärztliche Einschätzung wichtig. Starke Zyklusschmerzen sind nicht einfach „normal“, nur weil sie häufig vorkommen.

Wie Dokport bei Endometriose helfen kann

Dokport kann eine niedrigschwellige Möglichkeit sein, Beschwerden mit einer Ärztin oder einem Arzt zu besprechen, ohne den klassischen Terminbuchungsprozess durchlaufen zu müssen. Über den Chat können Symptome, Schmerzverlauf, Zyklusbezug, bisherige Medikamente und Warnzeichen strukturiert eingeschätzt werden.

Je nach Situation kann die Ärztin oder der Arzt individuelle Hinweise zur weiteren Abklärung, zur Schmerzbehandlung oder zum nächsten sinnvollen Schritt geben. Wenn es medizinisch passend ist, können Medikamente oder eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Betracht kommen. Ebenso kann empfohlen werden, eine gynäkologische Untersuchung, Bildgebung oder eine persönliche Abklärung zu veranlassen.

Wichtig ist: Eine Fernbeurteilung ersetzt nicht jede Untersuchung. Bei starken, ungewöhnlichen oder organbezogenen Beschwerden kann eine persönliche Untersuchung notwendig sein. Der Nutzen liegt darin, schnell Orientierung zu bekommen und sicherer zu entscheiden, wie dringend weitere Hilfe gebraucht wird.

Leben mit Endometriose: Was Betroffene mitnehmen können

Endometriose ist komplex, aber behandelbar. Es gibt nicht den einen richtigen Weg für alle. Gute Versorgung beginnt damit, Schmerzen ernst zu nehmen, typische Muster zu erkennen und gemeinsam mit medizinischen Fachpersonen einen Plan zu entwickeln.

Wer den Verdacht hat, betroffen zu sein, kann sich vorbereiten: Beschwerden notieren, Zyklusbezug beobachten, bisherige Schmerzmittel dokumentieren und konkrete Fragen für das Arztgespräch sammeln. Je klarer die Informationen sind, desto leichter lässt sich entscheiden, ob zunächst Medikamente, weitere Diagnostik, Physiotherapie, eine Operation oder eine Kombination sinnvoll ist.

Die wichtigste Botschaft ist ruhig, aber deutlich: Wiederkehrende starke Unterbauch- oder Regelschmerzen müssen nicht ausgehalten werden. Eine Abklärung kann helfen, Beschwerden besser zu verstehen und Behandlungsmöglichkeiten zu finden, die zum eigenen Leben passen.

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Symptome und Behandlung
FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was ist Endometriose einfach erklärt?
Endometriose bedeutet, dass gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst. Dieses Gewebe kann Entzündungen, Schmerzen und manchmal Verwachsungen verursachen.
Welche Endometriose Symptome sind besonders typisch?
Typisch sind starke Regelschmerzen, Unterbauchschmerzen, Schmerzen beim Sex sowie Beschwerden beim Stuhlgang oder Wasserlassen. Manche Betroffene haben auch Rückenschmerzen, Blähbauch oder Schwierigkeiten, schwanger zu werden.
Kann Endometriose ohne starke Schmerzen auftreten?
Ja, manche Menschen haben nur leichte oder unspezifische Beschwerden. Die Stärke der Schmerzen passt nicht immer zur Ausprägung der Erkrankung.
Wie stellt man Endometriose fest?
Die Diagnose basiert auf Beschwerdebild, gynäkologischer Untersuchung und je nach Situation Ultraschall oder MRT. Eine Bauchspiegelung kann Herde sichtbar machen und zugleich behandeln, ist aber nicht immer der erste Schritt.
Gibt es einen zuverlässigen Endometriose Selbsttest?
Ein Selbsttest kann Hinweise geben, aber keine sichere Diagnose stellen. Sinnvoller ist es, Beschwerden zu dokumentieren und medizinisch abklären zu lassen.
Ist ein Endometriose Speicheltest sinnvoll?
Speicheltests gehören nicht zur etablierten Standarddiagnostik. Wer typische Beschwerden hat, sollte sich nicht allein auf solche Tests verlassen.
Was hilft gegen Endometriose Schmerzen?
Je nach Situation können Schmerzmittel, hormonelle Behandlungen, Wärme, Physiotherapie und weitere Maßnahmen helfen. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollte die Behandlung ärztlich geplant werden.
Welche Medikamente werden bei Endometriose eingesetzt?
Häufig kommen entzündungshemmende Schmerzmittel und hormonelle Medikamente wie Gestagene, kombinierte hormonelle Verhütung oder eine Hormonspirale infrage. Die passende Wahl hängt von Beschwerden, Risiken und Kinderwunsch ab.
Wann ist eine Endometriose OP nötig?
Eine Operation kann erwogen werden, wenn Medikamente nicht ausreichend helfen, größere Endometriome bestehen oder tiefe Herde Organe betreffen. Die Entscheidung sollte individuell und sorgfältig getroffen werden.
Kann Endometriose den Darm betreffen?
Ja, tiefe Herde können in der Nähe des Darms liegen oder ihn betreffen. Hinweise können Schmerzen beim Stuhlgang, Verstopfung, Durchfall oder zyklische Darmbeschwerden sein.
Können Endometriose und Adenomyose gleichzeitig auftreten?
Ja, beide Erkrankungen können gemeinsam bestehen. Da sich Symptome überschneiden, ist eine genaue medizinische Einordnung wichtig.
Ist Endometriose vererbbar?
Es gibt eine familiäre Häufung, und genetische Faktoren können eine Rolle spielen. Trotzdem bedeutet eine betroffene Verwandte nicht, dass man die Erkrankung sicher bekommt.
Beeinflusst Endometriose die Lebenserwartung?
In der Regel verkürzt sie die Lebenserwartung nicht. Sie kann aber die Lebensqualität stark belasten und sollte deshalb ernst genommen werden.
Kann Ernährung Endometriose heilen?
Nein, Ernährung heilt die Erkrankung nicht. Eine ausgewogene Ernährung kann aber helfen, das Wohlbefinden zu unterstützen und einzelne Beschwerden zu beeinflussen.
Wann sollte man mit Regelschmerzen ärztliche Hilfe suchen?
Wenn Schmerzen regelmäßig stark sind, den Alltag einschränken oder Schmerzmittel kaum helfen, ist eine Abklärung sinnvoll. Auch Schmerzen beim Sex, Stuhlgang oder Wasserlassen sollten nicht ignoriert werden.