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Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Erwachsenen: Symptome, Ansteckung und wann zum Arzt

14 Min. LesezeitMedizinisch geprüftGeschrieben von Anna Sipilä
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Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Erwachsenen: Symptome, Ansteckung und wann zum Arzt

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit gilt gemeinhin als typische Kinderkrankheit, doch sie überträgt sich überraschend häufig auch auf Erwachsene – vor allem dann, wenn im Haushalt ein Kleinkind oder ein Geschwisterkind im Kindergartenalter lebt. Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist eine hochansteckende Ausschlagerkrankung, die durch Enteroviren, am häufigsten durch ein Coxsackievirus, verursacht wird. Bei Erwachsenen beginnt sie oft wie eine gewöhnliche Erkältung und zeigt ihre eigentliche Ursache erst nach ein paar Tagen, wenn Bläschen im Mund, an den Händen und an den Füßen auftreten. Dieser Artikel erklärt, wie sich die Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Erwachsenen anfühlt, wie lange sie ansteckend bleibt, was zu Hause wirklich hilft und wann die Symptome eine ärztliche Einschätzung rechtfertigen. Manche kennen die Erkrankung auch unter dem alternativen Namen Mund-Hand-Fuß-Krankheit; gemeint ist stets dieselbe, durch Enteroviren verursachte Infektion.

Was ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit?

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist eine hochansteckende Ausschlagerkrankung, die meist durch das Coxsackievirus A oder ein anderes Enterovirus verursacht wird. Der Name beschreibt die Erkrankung treffend, denn typische Befunde sind kleine Bläschen und gerötete Papeln an Handflächen, Fußsohlen und der Mundschleimhaut. Dieselbe Virusfamilie steht auch hinter mehreren anderen alltäglichen Erkrankungen, darunter die gewöhnliche Erkältung, eine virale Bindehautentzündung, eine als Herpangina bezeichnete Mundschleimhautentzündung sowie – sehr selten – eine virale Hirnhautentzündung. Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit selbst ist die bekannteste dieser Erscheinungsformen und verbreitet sich besonders leicht im Spätsommer und Frühherbst, wenn Kinder wieder in Kita und Schule engen Kontakt zueinander haben. Sie verbreitet sich leicht im gesamten Haushalt, da das Virus bereits vor dem Auftreten jeglicher Symptome sowohl über die Atemwege als auch über den Darm ausgeschieden wird.

Enteroviren gehören zu den häufigsten Erregern beim Menschen überhaupt, und dieselbe Virusfamilie kann je nach betroffenem Körperbereich sehr unterschiedliche Krankheitsbilder hervorrufen. Die meisten Infektionen verlaufen unbemerkt oder verursachen lediglich einen leichten grippalen Infekt, ohne dass die betroffene Person je erfährt, dass ein Enterovirus im Spiel war. Setzt sich die Entzündung an der Bindehaut des Auges fest, entsteht eine Bindehautentzündung mit Rötung und Ausfluss, aber ohne weitere Beschwerden. Beschränken sich die Bläschen ausschließlich auf den hinteren Mund- und Rachenraum ohne Hautausschlag, spricht man von Herpangina, die einer durch Herpes verursachten Mundentzündung ähnelt, jedoch in der Regel schneller und milder abheilt und nicht mit dem für Herpes typischen Zahnfleischbluten einhergeht. In seltenen Fällen kann dieselbe Virusfamilie eine virale Hirnhautentzündung, eine Meningitis, mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit auslösen; die Prognose ist in den allermeisten Fällen gut, doch ausgeprägte Symptome können eine Überwachung im Krankenhaus erforderlich machen. Noch seltener ist eine Enzephalitis, bei der das Hirngewebe betroffen ist und die mit ausgeprägter Müdigkeit, Sprachschwierigkeiten, Bewusstseinstrübung oder ungewöhnlichem Verhalten einhergeht und sofortige ärztliche Hilfe erfordert. Trotz dieser Bandbreite bleibt der weit überwiegende Teil der Ansteckungen, die eine Familie erlebt, völlig harmlos und heilt innerhalb von Tagen bis höchstens zwei Wochen von selbst ab.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Erwachsenen – warum auch Erwachsene erkranken

Die meisten Fälle der Hand-Mund-Fuß-Krankheit werden bei Kindern im Vorschulalter festgestellt, doch das Virus fragt nicht nach dem Alter. Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Erwachsenen entsteht meist dadurch, dass im Haushalt bereits ein Kind erkrankt ist: Über gemeinsam genutzte Hände, Handtücher oder Spielsachen gelangt das Virus zu anderen Familienmitgliedern, bevor überhaupt jemand eine Ansteckung vermutet. Die Erkrankung Erwachsener ähnelt zu Beginn oft einer Erkältung oder Rachenentzündung: Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Müdigkeit können zuerst auftreten, und erst nach ein paar Tagen zeigen die typischen Bläschen die eigentliche Ursache. Ein Unterschied zu Kindern besteht darin, dass die Hautveränderungen bei Erwachsenen häufiger und stärker jucken, während der Ausschlag bei Kindern in der Regel nicht juckt. Viele Erwachsene unterschätzen ihre eigene Erkrankung zunächst, da die Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei den eigenen Symptomen nicht als Erste infrage kommt – besonders wenn die Bläschen nur gering ausgeprägt sind oder sich auf die Hände beschränken.

Im Alltag ist oft am schwierigsten, dass die Erkrankung zunächst gar nicht zugeordnet wird: Müdigkeit und Halsschmerzen fühlen sich anfangs wie eine gewöhnliche Erkältung an, und viele versuchen, einen normalen Arbeitstag durchzustehen, bevor die Bläschen die eigentliche Ursache offenbaren. Der Schlaf kann in den ersten Tagen leiden, da Mundschmerzen und juckende Haut das Einschlafen erschweren, weshalb sich zusätzliche Ruhephasen lohnen und anstrengende Aufgaben besser verschoben werden. In einem Haushalt, in dem eine Person erkrankt, sollte man damit rechnen, dass sich die Ansteckung innerhalb weniger Wochen durch die gesamte Familie zieht, da kleine Kinder meist schnell Symptome zeigen, Erwachsene hingegen oft zeitverzögert. Reisen oder größere gesellschaftliche Anlässe sollten verschoben werden, bis das Fieber gesunken und die Bläschen abgetrocknet sind, denn enger Kontakt am Flughafen, im Zug oder auf einer Feier erhöht das Risiko, andere anzustecken. Der Verzicht auf gemeinsam genutzte Handtücher, Becher und Spielzeug sowie häufiges Händewaschen tragen wesentlich dazu bei, die Verbreitung im Haushalt einzudämmen, ohne dass sich jemand vollständig isolieren muss.

Symptome der Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Erwachsenen und Kindern

Die Symptome der Hand-Mund-Fuß-Krankheit beginnen typischerweise drei bis sieben Tage nach der Ansteckung mit leichtem Fieber, Halsschmerzen und allgemeiner Müdigkeit. An der Mundschleimhaut entwickeln sich häufig zuerst kleine, brennende Geschwüre, die das Essen und Trinken erschweren, noch bevor sich an der Haut etwas verändert. Innerhalb weniger Tage treten an Händen, Fußsohlen und manchmal auch am Gesäß gerötete Papeln auf, aus denen sich kleine, flüssigkeitsgefüllte Bläschen entwickeln. Bläschen an den Fußsohlen können so schmerzhaft sein, dass sie das Gehen erschweren, und in der Abheilungsphase kann sich die Haut mehrere Wochen lang deutlich schälen. Bei manchen Betroffenen treten zusätzlich Bauchschmerzen, weicher Stuhl oder Appetitlosigkeit auf, während andere lediglich eine leichte Mundschleimhautentzündung ohne jeglichen Hautausschlag zeigen. Genau diese Vielfalt macht die Erkennung manchmal schwierig: Dasselbe Virus kann bei einer Person nur einen leichten Schnupfen und bei einer anderen einen typischen bläschenförmigen Ausschlag verursachen.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit im Mund und auf der Haut – Abgrenzung zu Windpocken

Für viele Betroffene sind die Mundbeschwerden der unangenehmste Teil der gesamten Erkrankung, da selbst kleine Geschwüre an der Zungenspitze, der Wangenschleimhaut oder am Gaumen beim Essen stark brennen, besonders bei säurehaltigen oder salzigen Speisen. Auf der Haut treten Bläschen und Papeln bevorzugt an Handflächen, Fingerseiten, Fußsohlen und zwischen den Zehen auf, können aber auch an Knien, am Gesäß oder an den Unterarmen erscheinen. Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit wird meist anhand der Lage der Bläschen und des Juckreizes von Windpocken unterschieden: Windpocken breiten sich großflächig über den ganzen Körper aus und jucken fast immer stark, während sich die Veränderungen bei der Hand-Mund-Fuß-Krankheit auf Hände, Füße und Mund konzentrieren und bei Kindern in der Regel nicht jucken. Bei Erwachsenen ist die Abgrenzung schwieriger, da Juckreiz auch bei der Hand-Mund-Fuß-Krankheit häufiger vorkommt. Ist die Ursache eines Ausschlags wirklich unklar oder breitet er sich ungewöhnlich weit aus, kann eine ärztliche Untersuchung die Diagnose sichern, auch wenn in den meisten Fällen das typische Beschwerdebild allein zur Erkennung ausreicht.

Wie die Diagnose bei Unsicherheit gesichert wird

Im typischen Fall sind gar keine Labortests nötig – der Arzt oder die Ärztin erkennt das Krankheitsbild anhand des Erscheinungsbilds von Mund, Händen und Füßen sowie der geschilderten Vorgeschichte. Eine Probe wird eigentlich nur dann entnommen, wenn das Bild untypisch ist, die Symptome länger als erwartet anhalten oder eine andere, ernstere Ursache ausgeschlossen werden soll. Bei Bedarf kann eine Probe aus dem Stuhl, dem Rachen oder einem Hautbläschen entnommen und für eine genauere Virustypisierung ins Labor geschickt werden. Der Großteil der Einschätzung beruht jedoch weiterhin auf einer sorgfältigen Anamnese sowie der Untersuchung von Haut und Mund, und in der Regel muss nicht auf ein Testergebnis gewartet werden, bevor mit der Behandlung der Symptome begonnen wird. Weicht die eigene Situation oder die des Kindes vom Gewohnten ab – ein ungewöhnlich ausgedehnter Ausschlag, ungewöhnlich starke Schmerzen oder anhaltendes Fieber –, lohnt sich eine Terminvereinbarung, statt lange selbst über die Ursache nachzudenken.

Inkubationszeit und Ansteckungsgefahr der Hand-Mund-Fuß-Krankheit

Die Inkubationszeit der Hand-Mund-Fuß-Krankheit beträgt in der Regel drei bis sieben Tage nach der Ansteckung, gelegentlich bis zu zehn Tage. Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit überträgt sich sowohl über Atemwegssekrete als auch über den Stuhl, und das Ansteckungsrisiko ist bereits am höchsten, bevor überhaupt Symptome sichtbar sind – ein wesentlicher Grund dafür, warum sich die Erkrankung in Kitas und innerhalb von Familien so leicht ausbreitet. In der Praxis überträgt sich das Virus durch Husten, Niesen, direkten Kontakt und vor allem über ungewaschene Hände, weshalb sorgfältige Handhygiene die wirksamste einzelne Maßnahme ist, um die Ausbreitung zu Hause einzudämmen. Im Darm kann das Virus noch Wochen nach dem Abklingen von Ausschlag und Fieber ausgeschieden werden, was erklärt, warum dieselbe Familie innerhalb kurzer Zeit mehrere Ansteckungswellen der Hand-Mund-Fuß-Krankheit durchmachen kann.

Ab wann ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit nicht mehr ansteckend?

Als grobe Faustregel gilt: Das größte Ansteckungsrisiko ist vorbei, sobald das Fieber gesunken ist und sich das Allgemeinbefinden deutlich gebessert hat – dann lässt sich meist wieder in den Alltag zurückkehren, auch wenn sich die Haut noch schält oder einzelne abheilende Bläschen sichtbar sind. Vollständige Sicherheit vor einer Ansteckungsgefahr lässt sich jedoch kaum garantieren, da das Virus noch lange nach dem Abklingen der Symptome im Stuhl ausgeschieden werden kann. Deshalb lohnt es sich, auch nach vollständiger Genesung noch eine Weile besonders sorgfältig die Hände zu waschen. In die Arbeit kann man in der Regel zurückkehren, sobald kein Fieber mehr besteht und man sich wieder normal belastbar fühlt, denn die Hand-Mund-Fuß-Krankheit erfordert weder eine förmliche Isolation noch eine ärztliche Bestätigung vor der Rückkehr.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit in der Schwangerschaft

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit in der Schwangerschaft löst häufig Sorge aus, wurde bisher aber nicht mit einem erhöhten Fehlbildungsrisiko in Verbindung gebracht und erfordert in der Regel keine zusätzlichen Untersuchungen während der Schwangerschaft. Bei den meisten Schwangeren verläuft die Erkrankung ebenso mild wie bei anderen Erwachsenen und heilt innerhalb einer Woche von selbst ab. Die einzige Situation, auf die geachtet werden sollte, ist eine Ansteckung unmittelbar vor der Geburt: Dann besteht eine geringe Möglichkeit, dass sich das Neugeborene während der Geburt ansteckt, wobei die Erkrankung auch bei Neugeborenen in den allermeisten Fällen mild und vorübergehend verläuft. Bei Verdacht auf eine Ansteckung während der Schwangerschaft hilft ein Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin über Symptome und zeitlichen Ablauf, um sicherzugehen, dass keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen nötig sind. Die übliche Behandlung von Fieber und Schmerzen ist auch während der Schwangerschaft mit dafür geeigneten Schmerzmitteln möglich, und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie Ruhe sind ebenso wichtig wie bei anderen Betroffenen. Viele Schwangere fragen sich zudem, ob sie den gewohnten Alltag, etwa Arbeit oder die Betreuung anderer Kinder, während der Erkrankung fortsetzen können – meist ist das möglich, solange das Allgemeinbefinden es zulässt und ausreichend Ruhe eingeplant wird.

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Wie die Hand-Mund-Fuß-Krankheit zu Hause behandelt wird

Gegen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit gibt es kein spezifisches Medikament und keine Impfung, weshalb die Behandlung stets symptomatisch erfolgt und darauf abzielt, das Befinden zu erleichtern, während die Erkrankung von selbst ausheilt. Fieber und Schmerzen lassen sich mit einem gewöhnlichen Schmerzmittel gemäß Dosierungsanleitung lindern, und brennende Mundbeschwerden werden durch kühle, weiche Nahrung erleichtert, die kaum gekaut werden muss, etwa Joghurt, Eis oder ein gekühltes Getränk. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte besonders geachtet werden, wenn Mundschmerzen das Trinken erschweren, da eine Austrocknung ein größeres Problem darstellen kann als die Erkrankung selbst, vor allem bei kleinen Kindern. Hautbläschen sollten nicht selbst aufgestochen werden, da intakte Haut besser vor Infektionen schützt als eine aufgeriebene oder geöffnete Blase, und sich schälende Haut kann mit einer milden Pflegecreme eingecremt werden, um Spannungsgefühl oder Juckreiz zu lindern. Juckreiz lässt sich mit einem kühlenden Gel oder einer kalten Kompresse lindern, und lockere, luftdurchlässige Kleidung verringert die Reibung an betroffenen Hautstellen. Kurz geschnittene Fingernägel helfen, Kratzverletzungen zu vermeiden, wodurch sich das Risiko einer zusätzlichen bakteriellen Infektion auf der heilenden Haut verringert. Beim Duschen oder Baden sind lauwarmes Wasser und eine milde, parfümfreie Waschlotion schonender für die bereits gereizte Haut als sehr heißes Wasser oder scharfe Seifen. Für die meisten reichen Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und Schmerzlinderung aus, da ein Krankenhausaufenthalt oder verschreibungspflichtige Medikamente nur sehr selten erforderlich sind.

Wann die Symptome der Hand-Mund-Fuß-Krankheit eine ärztliche Einschätzung erfordern

In den meisten Fällen lässt sich die Hand-Mund-Fuß-Krankheit vollständig zu Hause behandeln, und eine ärztliche Einschätzung ist nicht nötig, wenn die Ursache der Beschwerden klar ist und das Allgemeinbefinden einigermaßen gut bleibt. Ein Arzttermin lohnt sich jedoch, wenn das Fieber ungewöhnlich hoch steigt oder mehrere Tage anhält, wenn die Mundbläschen so schmerzhaft sind, dass ausreichendes Trinken nicht mehr gelingt, wenn die Hautveränderungen entzündet aussehen – also gerötet, geschwollen oder nässend sind – oder wenn grundsätzlich Unsicherheit über die Ursache der Beschwerden besteht. Eine dringende Einschätzung ist unverzüglich nötig, wenn starke Kopfschmerzen mit Nackensteifigkeit auftreten, wenn ungewöhnliche Schläfrigkeit oder eine Bewusstseinstrübung, Verwirrtheit, Krampfanfälle oder anderes deutlich abweichendes Verhalten hinzukommen, da diese in seltenen Fällen auf eine durch das Enterovirus verursachte Hirnhaut- oder Hirnentzündung hindeuten können. Bei diesen Symptomen sollte nicht abgewartet werden, ob sich die Lage von selbst bessert, sondern umgehend ärztliche oder notfallmedizinische Hilfe gesucht werden.

Wie kann Dokport bei der Hand-Mund-Fuß-Krankheit helfen?

Wenn die Ursache der Beschwerden unklar bleibt oder Ausschlag, Fieber und Mundschmerzen Sorgen bereiten, ermöglicht Dokport den Kontakt zu einem Arzt oder einer Ärztin per Fernbehandlung, ohne den klassischen Terminvereinbarungsprozess. Der Arzt oder die Ärztin kann die Situation im Chat anhand von Fotos und einer Beschreibung der Symptome einschätzen und individuelle Hinweise dazu geben, wie die Beschwerden einzuordnen sind und was zu Hause helfen könnte. Bei Bedarf kann ein Medikament zur Linderung von Schmerzen oder anderen Beschwerden verschrieben oder eine Krankschreibung ausgestellt werden, wenn die Arbeitsfähigkeit tatsächlich beeinträchtigt ist, und bei Bedarf erfolgt eine Überweisung zu weiteren Untersuchungen oder einem Praxisbesuch, wenn die Symptome auf etwas hindeuten, das sich nicht zuverlässig aus der Ferne beurteilen lässt. Ziel ist ein schneller und sicherer Weg zu einer ärztlichen Einschätzung, besonders wenn eigene Unsicherheit oder ein voller Terminkalender eine klassische Terminvereinbarung erschweren. Das eignet sich besonders für Haushalte, in denen mehrere Familienmitglieder nacheinander erkranken und der Alltag ohnehin durchgetaktet ist, da eine Nachricht abends oder am Wochenende geschrieben werden kann, ohne eine separate Kinderbetreuung organisieren oder auf einen Termin warten zu müssen.

Und die Hand-Mund-Fuß-Krankheit beim Kind – was Eltern wissen sollten

Auch wenn dieser Artikel den Schwerpunkt auf Erwachsene legt, begegnen viele Erwachsene der Erkrankung zunächst über ihr Kind und fragen sich gleichzeitig, ob die eigene oder die Situation des Kindes eine ärztliche Einschätzung erfordert. Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit beim Kind verläuft meist sehr mild und benötigt keine besondere Behandlung: Fieber, Mundschmerzen und Bläschen an Händen und Füßen klingen typischerweise innerhalb einer Woche ohne bleibende Folgen ab. Ein Kind kann in Kita oder Schule zurückkehren, sobald das Fieber gesunken ist und das Allgemeinbefinden die Teilnahme am normalen Alltag erlaubt, denn die Hand-Mund-Fuß-Krankheit erfordert keine förmliche Isolation. Eltern sollten kinderärztlichen Rat einholen, wenn das Fieber des Kindes ungewöhnlich hoch ist, sich das Allgemeinbefinden deutlich verschlechtert, sich die Hautveränderungen entzünden oder das Kind starke Kopfschmerzen, Erbrechen oder andere neurologische Symptome zeigt, da diese nicht zum gewöhnlichen Krankheitsbild gehören.

Milde Hand-Mund-Fuß-Krankheit oder doch etwas anderes?

Eine milde Hand-Mund-Fuß-Krankheit kann fast unbemerkt verlaufen: vielleicht nur eine leicht erhöhte Temperatur, ein paar Papeln an den Handflächen und kurzzeitige Halsschmerzen, die sich innerhalb weniger Tage ohne besondere Behandlung bessern. Die Grenze zwischen einem milden, selbstlimitierenden Verlauf und einer Situation, die eine genauere Einschätzung erfordert, lässt sich eher am Schweregrad und der Entwicklung der Symptome ziehen als allein am Erscheinungsbild des Ausschlags. Wirkt der Ausschlag ungewöhnlich ausgedehnt, tritt hohes Fieber oder starker Schmerz auf, oder besteht im Haushalt echte Unsicherheit über die Ursache eines bläschenförmigen Ausschlags, kann eine ärztliche Einschätzung die Frage in Ruhe klären. Es lohnt sich auch, daran zu denken, dass ein milder Verlauf keine intensivere Beobachtung erfordert als eine gewöhnliche Erkältung – es genügt, das Befinden hin und wieder zu prüfen und bei Bedarf für Ruhe, Flüssigkeit und Schmerzlinderung zu sorgen.

Zusammenfassung

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist meist eine milde, von selbst abheilende Viruserkrankung, die vor allem als Kinderkrankheit bekannt ist, sich aber überraschend leicht auch auf Erwachsene im selben Haushalt überträgt. Die Beschwerden – Fieber, Halsschmerzen, brennende Mundgeschwüre und Bläschen an Händen und Füßen – dauern meist weniger als eine Woche, und für die meisten reicht die häusliche Behandlung aus. Wer Inkubationszeit, Übertragungswege und die seltenen Warnzeichen kennt, die eine rasche ärztliche Einschätzung erfordern, kann die eigene Lage und die der Familie ruhig einschätzen, ohne unnötige Sorge – und bei Bedarf lässt sich schnell auch aus der Ferne Hilfe holen.


Wichtigste Punkte

  • Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist eine hochansteckende Ausschlagerkrankung, die durch Enteroviren, meist ein Coxsackievirus, verursacht wird und auch Mund-Hand-Fuß-Krankheit genannt wird.
  • Obwohl sie vor allem als Kinderkrankheit gilt, überträgt sie sich leicht auch auf Erwachsene im selben Haushalt, wobei Bläschen bei Erwachsenen häufiger jucken als bei Kindern.
  • Die Inkubationszeit beträgt in der Regel drei bis sieben Tage, die Erkrankung ist bereits vor Symptombeginn ansteckend, und gesunkenes Fieber mit gebessertem Allgemeinbefinden sind die besten Anzeichen für ein sinkendes Ansteckungsrisiko.
  • Häusliche Behandlung – Ruhe, ausreichend Flüssigkeit, kühle weiche Kost und bei Bedarf ein Schmerzmittel – reicht für die meisten aus, da es kein spezifisches Medikament gegen die Erkrankung gibt.
  • Eine ärztliche Einschätzung sollte rasch eingeholt werden, wenn starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, ungewöhnliche Schläfrigkeit oder andere deutlich abweichende Symptome auftreten.

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FAQ

Häufig gestellte Fragen

Wodurch entsteht die Hand-Mund-Fuß-Krankheit meist?
Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit wird meist durch ein Coxsackievirus oder ein anderes Enterovirus verursacht, das sich leicht über Kontakt, Tröpfchen und den Stuhl überträgt. Die Ansteckung ist im Spätsommer und Frühherbst am häufigsten, wenn Kinder wieder in Kita und Schule gehen.
Können auch Erwachsene an der Hand-Mund-Fuß-Krankheit erkranken?
Ja, die Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Erwachsenen ist häufiger, als oft angenommen wird, besonders wenn im Haushalt bereits ein Kind erkrankt ist. Die Symptome bei Erwachsenen ähneln zunächst einer Erkältung, und Bläschen zeigen sich erst nach ein paar Tagen.
Wie lange dauert die Inkubationszeit der Hand-Mund-Fuß-Krankheit?
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel drei bis sieben Tage nach der Ansteckung, gelegentlich bis zu zehn Tage. In dieser Zeit kann die Erkrankung bereits übertragen werden, auch ohne eigene Symptome.
Ab wann ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit nicht mehr ansteckend?
Das Ansteckungsrisiko sinkt deutlich, sobald das Fieber gesunken und das Allgemeinbefinden gebessert ist, doch das Virus kann noch wochenlang im Stuhl ausgeschieden werden. Sorgfältige Handhygiene lohnt sich daher auch nach Abklingen der Symptome.
Was sind die typischsten Symptome der Hand-Mund-Fuß-Krankheit?
Typisch sind Fieber, Halsschmerzen, brennende Geschwüre an der Mundschleimhaut sowie bläschenartige Papeln an Händen und Füßen. Bei manchen treten zusätzlich Bauchschmerzen oder weicher Stuhl auf.
Zeigt sich die Hand-Mund-Fuß-Krankheit immer als Hautausschlag?
Nicht immer: Manche Betroffene haben nur Halsschmerzen, Fieber und Mundbläschen, ohne dass ein sichtbarer Ausschlag an Händen oder Füßen auftritt. Das Krankheitsbild variiert stark, selbst beim gleichen Virustyp.
Ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit gefährlich?
Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist meist harmlos und heilt innerhalb einer Woche ohne Folgen ab. In sehr seltenen Fällen kann ein Enterovirus schwerere neurologische Symptome verursachen, dann ist rasch eine ärztliche Einschätzung nötig.
Kann die Hand-Mund-Fuß-Krankheit zu Hause behandelt werden?
Ja, die meisten Fälle lassen sich zu Hause mit Ruhe, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und fiebersenkenden oder schmerzlindernden Mitteln behandeln. Ein spezifisches Medikament gegen die Erkrankung selbst gibt es nicht.
Hilft ein Schmerzmittel bei den Symptomen der Hand-Mund-Fuß-Krankheit?
Ein gewöhnliches, rezeptfreies Schmerzmittel lindert nach Dosierungsanleitung meist Fieber, Kopfschmerzen und Mundschmerzen. Es beschleunigt die Genesung nicht, macht die Erkrankung aber erträglicher.
Wird bei der Hand-Mund-Fuß-Krankheit ein Antibiotikum benötigt?
Nein, Antibiotika wirken nicht gegen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit, da es sich um eine virale und keine bakterielle Infektion handelt. Ein Antibiotikum kommt nur infrage, wenn sich die Hautveränderungen eindeutig bakteriell entzünden.
Kann man mit der Hand-Mund-Fuß-Krankheit arbeiten gehen?
In der Regel kann man zurück zur Arbeit, sobald das Fieber gesunken ist und das Allgemeinbefinden einen normalen Alltag erlaubt. Bei viel engem Kontakt oder Lebensmittelumgang im Beruf lohnt sich wegen des Ansteckungsrisikos etwas zusätzliche Vorsicht.
Ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit in der Schwangerschaft gefährlich?
Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit in der Schwangerschaft erhöht nach bisherigem Wissen nicht das Fehlbildungsrisiko und erfordert meist keine zusätzlichen Untersuchungen. Nur eine Ansteckung unmittelbar vor der Geburt birgt ein geringes Risiko einer Übertragung auf das Neugeborene.
Wie unterscheidet sich die Hand-Mund-Fuß-Krankheit von Windpocken?
Bei der Hand-Mund-Fuß-Krankheit konzentrieren sich die Bläschen auf Hände, Füße und Mund und jucken bei Kindern meist nicht, während sich Windpocken großflächig über die Haut ausbreiten und fast immer stark jucken. Bei Erwachsenen können Bläschen beider Erkrankungen jucken, was die Unterscheidung erschwert.
Kann die Hand-Mund-Fuß-Krankheit erneut auftreten?
Ja, ein erneutes Auftreten ist möglich, da mehrere Enterovirustypen die Erkrankung auslösen können und eine durchgemachte Infektion nicht vor den anderen Typen schützt. Deshalb kann dieselbe Familie die Erkrankung in verschiedenen Jahreszeiten mehrfach durchmachen.
Kann man der Hand-Mund-Fuß-Krankheit vorbeugen?
Die beste Vorbeugung ist sorgfältige Handhygiene, besonders nach dem Toilettengang oder dem Wickeln sowie vor dem Essen. Eine Impfung gegen die Erkrankung gibt es nicht, weshalb sich Ansteckungen nicht vollständig verhindern lassen.
Kann eine Fernbehandlung bei der Hand-Mund-Fuß-Krankheit helfen?
Ein Arzt oder eine Ärztin kann die Symptome im Chat anhand von Fotos und Beschreibung einschätzen, Hinweise zur häuslichen Behandlung geben und bei Bedarf ein Medikament oder eine Krankschreibung verordnen. Erfordern die Beschwerden eine genauere Untersuchung von Haut oder Mund, erfolgt eine Überweisung zum Praxisbesuch.
Wann sollte die Hand-Mund-Fuß-Krankheit beim Kind ärztlich abgeklärt werden?
Ein Arztbesuch lohnt sich, wenn das Fieber des Kindes ungewöhnlich hoch oder anhaltend ist, sich das Allgemeinbefinden deutlich verschlechtert oder starke Kopfschmerzen, Erbrechen oder Nackensteifigkeit auftreten. Auch eine unklare Diagnose ist ein guter Grund für eine ärztliche Bestätigung.
Warum tritt die Hand-Mund-Fuß-Krankheit besonders im Spätsommer häufiger auf?
Wenn Kinder wieder in Kita und Schule gehen, steigt der enge Kontakt schnell an, was die Verbreitung von Enteroviren in Gruppen begünstigt. Deshalb häufen sich Fälle der Hand-Mund-Fuß-Krankheit typischerweise im Spätsommer und Frühherbst.
Kann man sich in derselben Saison mehrfach mit der Hand-Mund-Fuß-Krankheit anstecken?
Eine erneute Erkrankung innerhalb derselben Saison ist möglich, wenn mehrere Enterovirustypen nacheinander im Haushalt kursieren. Das erklärt, warum derselbe Haushalt innerhalb kurzer Zeit mehrere Ansteckungswellen durchmachen kann.
Woran erkennt man, dass es sich nicht um Herpes handelt?
Eine durch Enteroviren verursachte Mundentzündung ist in der Regel weniger schmerzhaft als Herpes und geht nicht mit dem für Herpes typischen Zahnfleischbluten einher. Bei ungewöhnlich starken oder anhaltenden Mundbeschwerden kann eine ärztliche Untersuchung die Ursache klären. -----