Impetigo: Symptome, Behandlung und wann ein Arztbesuch nötig ist
Wichtigste Punkte
- Impetigo ist eine oberflächliche bakterielle Hautinfektion, die vor allem bei Kindern auftritt, sich aber ebenso auf Erwachsene übertragen kann, etwa im Fitnessstudio oder über ein Familienmitglied.
- Sie beginnt als geröteter Fleck und entwickelt sich zu Bläschen oder einer honiggelben Kruste, ohne Fieber oder andere Allgemeinsymptome.
- Eine leichte, kleinflächige Impetigo heilt meist mit häuslicher Pflege: Krusten aufweichen und eine rezeptfreie antimikrobielle Salbe auftragen.
- Eine ärztliche Beurteilung ist nötig, wenn sich der Ausschlag ausbreitet, die örtliche Behandlung nicht anschlägt oder bei einem Neugeborenen oder Säugling Impetigo vermutet wird.
- Gute Handhygiene, das Abdecken der betroffenen Stelle und das Waschen gemeinsam genutzter Handtücher, Kissenbezüge und Spielsachen sind die wirksamsten Mittel gegen eine weitere Ausbreitung.

Impetigo ist eine oberflächliche bakterielle Hautinfektion, die oft als kleiner geröteter Fleck beginnt und sich innerhalb weniger Tage zu Bläschen oder einer honiggelben Kruste entwickelt. Bekannt ist sie vor allem als Hauterkrankung bei Kindern, doch sie betrifft ebenso Erwachsene, sobald Bakterien über eine kleine Hautverletzung, einen Insektenstich oder eine gereizte Hautstelle eindringen. Die meisten Fälle heilen mit einfacher häuslicher Pflege ab, in manchen Situationen ist jedoch eine ärztliche Beurteilung und eine Antibiotikabehandlung notwendig. Dieser Artikel erklärt, wodurch Impetigo entsteht, wie sie sich in den verschiedenen Phasen zeigt, wie ansteckend sie ist, wie man sie zu Hause und ärztlich behandelt und wann eine Beurteilung sinnvoll ist.
Was ist Impetigo?
Impetigo, auch Impetigo contagiosa genannt, ist eine Infektion der obersten Hautschicht, die meist durch Staphylococcus aureus, A-Streptokokken (Streptococcus pyogenes) oder beide Bakterien gemeinsam verursacht wird. Die Erreger gelangen über eine kleine Hautverletzung wie einen Kratzer, einen Insektenstich, eine Ekzemstelle oder eine andere kleine Wunde in die Haut und lösen eine örtliche Entzündung aus, die sich als Rötung, Bläschen und später als Kruste zeigt. Anders als viele andere Hautinfektionen bleibt sie meist auf die oberste Hautschicht beschränkt und verursacht in der Regel weder Fieber noch ein allgemeines Krankheitsgefühl, weshalb sie allgemein als harmlos gilt, obwohl sie sich sehr leicht überträgt.
Man unterscheidet zwei Formen: die nicht-bullöse und die bullöse Form. Die nicht-bullöse Form ist deutlich häufiger und entwickelt sich rasch von kleinen Bläschen zu einer verkrusteten Stelle, während die bullöse Form größere, flüssigkeitsgefüllte Blasen bildet, die erst später aufplatzen. Für keine der beiden Formen sind in der Regel Laboruntersuchungen notwendig, da das Erscheinungsbild meist eindeutig genug ist, um die Diagnose allein durch Betrachtung zu stellen.
Zur Verwechslung mit einer völlig anderen, seltenen Erkrankung sei kurz angemerkt: Impetigo herpetiformis ist trotz des ähnlichen Namens keine bakterielle Hautinfektion, sondern eine seltene, mit Schwangerschaft verbundene Hauterkrankung aus dem Formenkreis der Schuppenflechte. Sie hat mit der hier beschriebenen bakteriellen Impetigo nichts zu tun und wird gesondert ärztlich abgeklärt.
Wodurch entsteht Impetigo bei Erwachsenen und Kindern?
Impetigo bei Kindern ist die mit Abstand häufigste Form, da die Kinderhaut dünner ist und der Kontakt zwischen Kindern besonders eng ist. Die Bakterien verbreiten sich leicht über Hände, gemeinsam genutztes Spielzeug und alltäglichen Kontakt in Kita, Schule und zu Hause, und schon eine winzige Hautverletzung reicht als Eintrittspforte. Impetigo bei Erwachsenen entsteht meist nach demselben Prinzip, allerdings in anderen Umgebungen. Die Ansteckung kann über gemeinsam genutzte Geräte und Flächen im Fitnessstudio erfolgen, über engen Kontakt mit einem erkrankten Kind oder Familienmitglied, oder über eine eigene Hautverletzung wie einen Insektenstich, einen Ekzemschub oder eine kleine Wunde.
Wodurch Impetigo bei einer bestimmten Person entsteht, hängt also stark vom Hautzustand und der Umgebung ab: Je mehr kleine Hautverletzungen oder trockene, gereizte Stellen vorhanden sind, desto leichter können sich die Bakterien festsetzen. Atopisches Ekzem und andere dauerhaft gereizte Hautstellen erhöhen das Risiko sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen, da die schützende Hautbarriere dort bereits geschwächt ist. Auch in engen Gemeinschaften wie Kasernen, Sportmannschaften oder Wohngemeinschaften kann sich die Infektion rasch ausbreiten, wenn Handtücher oder Ausrüstung unachtsam gemeinsam genutzt werden.
Impetigo im Anfangsstadium – wie sehen die ersten Anzeichen aus?
Impetigo im Anfangsstadium zeigt sich meist als kleiner, geröteter und leicht empfindlicher Hautfleck, der zunächst leicht mit einer gewöhnlichen Hautreizung oder einem Insektenstich verwechselt werden kann. Bei Kindergarten- und Schulkindern sind die Mundwinkel und der Bereich um die Nasenlöcher typische Ausgangspunkte, gelegentlich auch die Extremitäten, während sie bei Neugeborenen und kleinen Säuglingen meist zuerst in Hautfalten auftritt, etwa am Hals, in den Achseln oder in der Leiste. Eine leichte Impetigo bleibt oft auf einen wenige Zentimeter großen Fleck begrenzt, während sie sich unbehandelt weiter ausbreiten und durch Kontakt auf neue Hautstellen übergehen kann. Impetigo im Gesicht ist ein besonders häufiger Ort, da die Gesichtshaut dünn ist und häufig mit Händen, Handtüchern und Kissenbezügen in Berührung kommt.
Die Symptome entwickeln sich recht schnell: Zunächst erscheinen kleine, eiterhaltige Bläschen, die sich innerhalb weniger Tage zu einer honiggelben Kruste verwandeln – genau dieses Stadium erkennt man oft anhand von Impetigo-Bildern, die Ärztin oder Apotheke zum Vergleich zeigen. Bei etwa sieben von zehn Erkrankten liegt die nicht-bullöse Form vor, bei der die Bläschen klein sind und rasch verkrusten, während bei der bullösen Impetigo die Blase mehrere Zentimeter groß werden kann, bevor sie aufplatzt und eine klare, feuchte Wundfläche hinterlässt. Juckreiz ist bei beiden Formen üblich, Fieber, starke Schmerzen oder ein deutlich beeinträchtigtes Allgemeinbefinden gehören jedoch nicht zum typischen Bild; treten sie dennoch auf, lohnt es sich, die Ursache genauer abklären zu lassen, da dann auch eine tiefere Hautinfektion infrage kommen kann.

Im Gesicht wird der Ausschlag manchmal mit Lippenherpes verwechselt, da beide rund um den Mund auftreten können. Der Unterschied liegt darin, dass Herpes meist mit einem stechenden Kribbeln und dicht gruppierten kleinen Bläschen beginnt, während sich der bakterielle Ausschlag rasch zu einer breiteren, gelblichen Kruste entwickelt und in der Regel nicht auf dieselbe Weise brennt.
Impetigo contagiosa: Ansteckung, Übertragungswege und wie lange sie auf Oberflächen überlebt
Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch direkten Hautkontakt mit der betroffenen Stelle, aber auch mittelbar über Handtücher, Kissenbezüge, Spielzeug, Rasierer und andere gemeinsam genutzte Gegenstände. Die Flüssigkeit aus Bläschen oder Wundflächen enthält reichlich Bakterien, und schon eine geringe Menge reicht aus, um an einer anderen Hautstelle oder bei einer anderen Person eine neue Infektion auszulösen. Wie lange die Bakterien auf Oberflächen überleben, hängt von den Bedingungen ab, doch sie können auf Kontaktflächen, Textilien und Spielzeug mehrere Stunden und unter günstigen Bedingungen auch länger überlebensfähig bleiben, weshalb das Waschen gemeinsam genutzter Gegenstände Teil einer wirksamen Behandlung ist.
Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen, beträgt meist etwa zwei bis fünf Tage, wobei individuelle Unterschiede vorkommen. Das Ansteckungsrisiko ist am höchsten, solange Bläschen oder Wunden noch offen und unbedeckt sind, und sinkt rasch, sobald die örtliche Behandlung begonnen hat und die Stelle abgetrocknet oder abgedeckt ist. Innerhalb von Familien, Kitagruppen oder im engeren Umfeld verbreitet sich die Infektion oft gerade deshalb, weil der Kontakt eng ist und Hände sowohl die eigene als auch fremde Haut berühren. Das Kratzen einer juckenden Stelle und das anschließende Berühren einer anderen Körperstelle ist ein typischer Weg, wie eine Person die Infektion bei sich selbst auf neue Areale überträgt.
Wie lässt sich Impetigo zu Hause lindern?
Die meisten leichten, örtlich begrenzten Fälle heilen allein mit häuslicher Pflege ab, ohne dass ein Arztbesuch nötig wäre. Krusten sollten vorsichtig im Bad oder mit einem warmen, feuchten Tuch aufgeweicht werden, da sich Bakterien unter einer unberührten Kruste halten und die Heilung verzögern können. Nach dem Aufweichen und vorsichtigen Abtrocknen wird zweimal täglich eine rezeptfreie antimikrobielle Salbe aufgetragen, üblicherweise etwa eine Woche lang oder solange die örtliche Behandlung sichtbar anschlägt. Kratzen sollte vermieden werden, da es Bakterien auf neue Hautstellen verteilt und die Heilung verzögert; besonders bei kleinen Kindern ist es hilfreich, die Fingernägel kurz und sauber zu halten.
Begleitend zur häuslichen Pflege sollte darauf geachtet werden, dass die betroffene Stelle nicht mit der Haut anderer Familienmitglieder in Kontakt kommt: eigene Handtücher, häufiges Händewaschen mit Seife, das Waschen von Kissenbezügen und Spielzeug sowie der Wechsel von Zahnbürste oder Waschlappen verringern sowohl die Ausbreitung der eigenen Infektion als auch das Ansteckungsrisiko für andere. Ein leichter, luftdurchlässiger Verband kann die Stelle tagsüber schützen, sofern er regelmäßig gewechselt wird und die Haut nicht dauerhaft feucht hält. Bessert sich die Situation nach einigen Tagen häuslicher Pflege nicht, oder breitet sich die Stelle trotz Aufweichen und Salbe deutlich aus, sollte sie ärztlich beurteilt werden, statt die örtliche Behandlung unbegrenzt fortzusetzen.
Wann braucht Impetigo eine ärztliche Beurteilung?
Die meisten Fälle lassen sich zu Hause behandeln und beobachten, solange die Stelle klein bleibt und durch Aufweichen und Salbe stetig abheilt. Ein Arztbesuch lohnt sich jedoch, wenn sich der Hautausschlag über etwa sechs Quadratzentimeter hinaus ausbreitet, wenn die örtliche Behandlung nach einigen Tagen erkennbar nicht anschlägt, oder wenn sich Krustenstellen an mehreren Körperstellen oder im Haar- beziehungsweise Bartbereich zeigen, da eine Salbe allein in solchen Fällen meist nicht ausreicht.
Eine dringende Beurteilung ist notwendig, wenn sich um die betroffene Stelle herum deutlich ausbreitende Rötung, Überwärmung oder Schwellung zeigt, wenn Fieber oder ein deutlich beeinträchtigtes Allgemeinbefinden hinzukommen, oder wenn bei einem Neugeborenen oder sehr kleinen Säugling eine Impetigo vermutet wird; bei einem Baby lohnt es sich immer, die Situation unverzüglich ärztlich abklären zu lassen, da sich die Infektion schneller ausbreiten und das Allgemeinbefinden schneller beeinträchtigen kann als bei einem älteren Kind oder Erwachsenen. Eine stark schmerzhafte, sich rasch ausbreitende oder untypisch aussehende Hautveränderung ist unabhängig vom Alter immer ein guter Grund für eine Beurteilung, da ähnliche Symptome gelegentlich auf eine tiefere Hautinfektion hindeuten können, die eine andere Behandlung als eine gewöhnliche Impetigo benötigt.
Impetigo-Behandlung: Wie geht die Ärztin oder der Arzt vor?
Die Behandlung folgt unabhängig vom Alter denselben Grundsätzen: zuerst Aufweichen, dann eine antimikrobielle Salbe, und bei Bedarf ein Antibiotikum zum Einnehmen. Die Ärztin oder der Arzt stellt die Diagnose meist allein durch Betrachtung, da das Erscheinungsbild – gerötete Stelle, Bläschen und gelbe Kruste – in der Regel eindeutig genug ist, sodass keine gesonderten Untersuchungen nötig sind. In unklaren Fällen oder wenn die übliche Behandlung nicht anschlägt, kann ein Abstrich der betroffenen Stelle entnommen werden, um die Behandlung gezielter auszurichten. Bei einer kleinflächigen Stelle entspricht die Behandlung oft der häuslichen Pflege: antimikrobielle Salbe und sorgfältiges Aufweichen der Krusten, wobei bei Bedarf ein stärkeres, verschreibungspflichtiges lokales Antibiotikum wie Fusidinsäure oder Mupirocin verordnet werden kann, falls eine rezeptfreie Salbe nicht ausgereicht hat.
Bei einer ausgedehnteren oder an mehreren Stellen aufgetretenen Impetigo wird der Behandlung meist ein Antibiotikum zum Einnehmen hinzugefügt, das üblicherweise etwa sieben bis zehn Tage dauert. Die Wahl des Antibiotikums kann davon abhängen, ob der Abstrich Staphylokokken, Streptokokken oder beide zeigt. Kehrt die Impetigo immer wieder zurück, liegt die Ursache oft an Bakterien, die in der Nase verbleiben und sich von dort erneut ausbreiten, etwa beim Nasebohren; in diesem Fall kann eine kurze antiseptische oder antibiotische Nasensalbe empfohlen werden, mitunter auch für weitere Familienmitglieder, um den Kreislauf zu durchbrechen.
Worauf sollte man während der Heilung achten?
Ein gutes Zeichen für eine wirksame Behandlung ist, dass die Rötung nach einigen Behandlungstagen zu verblassen beginnt und keine neuen Bläschen mehr entstehen. Breitet sich die Stelle stattdessen weiter aus, verstärkt sich der Juckreiz, oder entsteht trotz Behandlung eine deutliche Schwellung um die Haut herum, lohnt es sich, erneut ärztlichen Rat einzuholen, da die Behandlung möglicherweise angepasst oder verstärkt werden muss. Bei Kindern lohnt es sich auch, das Allgemeinbefinden zu beobachten: Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Fieber gehören nicht zum gewöhnlichen Bild, und bei ihrem Auftreten sollte unabhängig vom Aussehen der Haut eine Beurteilung erfolgen.
Nach der Abheilung kann die Haut vorübergehend heller oder dunkler erscheinen, was sich meist innerhalb einiger Wochen von selbst ausgleicht, ohne dass eine gesonderte Behandlung nötig wäre. Um einem Rückfall vorzubeugen, lohnt es sich, auch nach der Abheilung auf gute Handhygiene und regelmäßiges Wechseln der Handtücher zu achten, da sich die Bakterien beispielsweise in der Nase noch länger halten können, ohne sichtbare Beschwerden zu verursachen.
Wer ist besonders anfällig?
Die individuelle Anfälligkeit ist unterschiedlich, doch einige Faktoren wiederholen sich häufig bei Fällen, die sich nur schwer beruhigen lassen. Eine dauerhafte Hauterkrankung wie atopisches Ekzem schwächt die natürliche Hautbarriere und bietet den Bakterien einen leichteren Eintrittsweg, weshalb es sich lohnt, ein solches Ekzem auch dann regelmäßig zu behandeln, wenn gerade keine akute Entzündung sichtbar ist. In engen Umgebungen wie Kitas, Mannschaftssport oder Wohngemeinschaften verbreitet sich die Infektion schneller, weil es dort mehr Hautkontakt und mehr gemeinsam genutzte Flächen gibt als im übrigen Alltag. Warmes, feuchtes Wetter erhöht das Schwitzen und leichte Hautreibung, was mit erklärt, warum im Sommer häufiger Fälle auftreten.
Auch wie schnell auf kleine Hautverletzungen reagiert wird, beeinflusst das Risiko: Wird eine Wunde, ein Insektenstich oder eine Kratzstelle sofort gereinigt und abgedeckt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Bakterien dort festsetzen. In einem Haushalt, in dem bereits jemand erkrankt ist, lohnt es sich, für kurze Zeit besonders auf Händewaschen und getrennte persönliche Gegenstände zu achten, da dies die wirksamste einzelne Maßnahme ist, um die Übertragungskette zu Hause zu unterbrechen.
Wie kann Dokport bei Impetigo helfen?
Wenn eine Hautveränderung Sorgen bereitet oder unklar ist, ob es sich um Impetigo oder etwas anderes handelt, kannst du über Dokport ohne klassische Terminvereinbarung mit einer Ärztin oder einem Arzt aus der Ferne sprechen. Die Ärztin oder der Arzt kann die Symptome im Chat, häufig anhand eines Fotos, beurteilen und individuelle Hinweise geben, ob häusliche Pflege ausreicht oder eine verschreibungspflichtige Behandlung nötig ist. Je nach Situation kann eine örtliche oder orale Antibiotikabehandlung verordnet werden, wenn dies medizinisch angemessen ist, und bei Bedarf wird an eine weiterführende Untersuchung oder einen Präsenztermin verwiesen, falls die Symptome eine genauere Abklärung erfordern, als aus der Ferne möglich ist. Bei Bedarf kann auch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt werden, wenn die Arbeits- oder Betreuungsfähigkeit vorübergehend eingeschränkt ist. Ziel ist ein schneller, einfacher und sicherer Zugang zu ärztlicher Beurteilung, wann immer eine Hautveränderung Sorgen bereitet oder häusliche Pflege nicht ausreichend erscheint.
Wie lässt sich Impetigo vorbeugen?
Da sich die Infektion vor allem durch Kontakt verbreitet, ist die wirksamste Vorbeugung, den Kontakt mit der betroffenen Hautstelle zu vermeiden und auf gute Handhygiene zu achten, insbesondere durch Händewaschen mit Seife vor dem Essen und nachdem die eigene oder fremde Haut berührt wurde. Das Abdecken der betroffenen Stelle mit einem Pflaster oder Verband senkt das Ansteckungsrisiko deutlich, und die Verwendung eigener Handtücher, Kissenbezüge und Kuscheltiere sowie deren regelmäßiges Waschen verringern das Risiko sowohl für die betroffene Person als auch für andere Familienmitglieder. Eine gute Behandlung von atopischem Ekzem oder anderen dauerhaft gereizten Hautstellen beugt Impetigo indirekt vor, da intakte Haut für die Bakterien ein deutlich schwierigerer Weg ist als ständig gereizte oder verletzte Haut.
In Kita, Schule oder zur Arbeit kann in der Regel zurückgekehrt werden, sobald die örtliche Behandlung etwa 48 Stunden oder die orale Antibiotikabehandlung etwa 24 Stunden läuft und sich die Stelle deutlich beruhigt. Kehrt Impetigo innerhalb einer Familie immer wieder zurück, lohnt es sich zu überlegen, ob gemeinsame Gewohnheiten oder Gegenstände die Ansteckung aufrechterhalten, und mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen, ob eine kurze antiseptische Nasenbehandlung für die ganze Familie sinnvoll sein könnte. Auch die regelmäßige Reinigung von Sportausrüstung und gemeinsam genutzten Flächen lohnt sich als Gewohnheit, wenn in einer Trainingsgruppe bereits mehrfach Ansteckungen aufgetreten sind.
Zusammenfassung
Impetigo ist eine häufige, meist harmlose, aber leicht ansteckende bakterielle Hautinfektion, die vor allem als Kinderkrankheit bekannt ist, sich aber ebenso leicht auf Erwachsene übertragen kann, etwa im Fitnessstudio oder über ein Familienmitglied. Das Anfangsstadium erkennt man an einer geröteten, blasigen oder verkrusteten Hautveränderung, die ohne Fieber, aber oft mit Juckreiz verläuft; die meisten Fälle heilen mit sorgfältigem Aufweichen und einer rezeptfreien Salbe innerhalb weniger Wochen ab. Eine ärztliche Beurteilung lohnt sich, wenn sich die Stelle ausbreitet, die örtliche Behandlung nicht anschlägt oder bei einem Säugling Impetigo vermutet wird, da in diesen Fällen häufig eine verschreibungspflichtige Behandlung und engmaschigere Kontrolle nötig sind. Gute Handhygiene, das Abdecken der betroffenen Stelle und das Waschen gemeinsam genutzter Gegenstände sind die wirksamsten Mittel, um die Ausbreitung sowohl bei sich selbst als auch im nahen Umfeld zu verhindern.
Brauchen Sie einen Arzt?
Beschreiben Sie Ihre Beschwerden in einer Fernsprechstunde — ein Arzt beurteilt Ihre Situation rund um die Uhr.
Häufig gestellte Fragen
Wodurch entsteht Impetigo meistens?
Ist Impetigo gefährlich?
Kann man Impetigo zu Hause behandeln?
Wie lange dauert Impetigo?
Ist Impetigo ansteckend?
Was ist die Inkubationszeit von Impetigo?
Braucht Impetigo immer ein Antibiotikum?
Hilft ein Schmerzmittel bei Impetigo?
Kann man mit Impetigo zur Arbeit oder in die Kita gehen?
Kann eine Fernärztin oder ein Fernarzt bei Impetigo helfen?
Wann könnte es sich um etwas Ernsteres handeln?
Kehrt Impetigo leicht zurück?
Lässt sich Impetigo vorbeugen?
Wie sieht Impetigo im Anfangsstadium aus?
Ist Impetigo dasselbe wie Lippenherpes?
Können auch Erwachsene Impetigo bekommen, obwohl sie bei Kindern am häufigsten ist?
Kann Impetigo Narben hinterlassen?
Was ist der Unterschied zwischen bullöser und nicht-bullöser Impetigo?
Auch interessant
- Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Erwachsenen: Symptome, Ansteckung und wann zum Arzt
- Akne: Symptome, Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und wann ärztliche Hilfe sinnvoll ist
- Atopische Dermatitis
- Gürtelrose: Symptome früh erkennen, Beschwerden lindern und Komplikationen vermeiden
- Hautpilz: Symptome, Ursachen und Behandlung
- Herpes und Gürtelrose
